6 wichtige Tipps zum Umgang mit Atemschutzmasken

Eine Maske soll den Träger vor Schadstoffen in der Luft schützen. Dabei wird zwischen Voll-, Halb- und Viertelmasken unterschieden. Die Vollmasken sind in der EN 136, die Halb- und Vierteilmasken in der EN 140 geregelt. FFP-Masken filtern Partikel und Krankheitserreger aus der Atemluft. Sie werden vor allem im beruflichen Einsatz (Rettung, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk) verwendet. Gefiltert werden vor allem chemische Stoffe, Staub, Mikroorganismen).

Die Einteilung der FFP-Masken

Diese Mundschutzmaske wird in drei Schutzklassen eingeteilt. FFP1 eignet sich für nicht-fibrogene sowie nicht-toxische Stäube und filtert bis zum 4-fachen der höchsten Konzentration am Arbeitsplatz. FFP2 filtert gesundheitsschädlichen Staub, Rauch, Nebel sowie flüssige und feste Partikel. Die Filterkapazität beträgt das 10-fache der normalen Konzentration. Die Schutzmaske FFP3 ist eingestuft als die höchste Schutzklasse. Diese Masken schützen sogar gegen radioaktive, krebserzeugende und giftige Stoffe sowie gegen Tröpfchenaerosole. Dabei handelt es sich um Krankheitserreger, wie Viren und Bakterien in der Luft.

Die FFP2 Maske

Diese Mundschutzmaske besitzt eine Schutzwirkung von 95 %. Sie schützt gegen schädliche und giftige Stäube, Rauche, Nebel, aber auch gegen krebserregende Stoffe sowie Mikroorganismen. Die FFP2 Maske sollte bei der direkten Versorgung von Corona Patienten verwendet werden. Diese Maske schützt gegen Tröpfcheninfektionen. Sie ist jedoch nicht in starker Aerosolumgebung (Bronchoskopie, Intubation) getragen werden. Hier empfiehlt sich die FFP3 Maske.

Woraus sind Atemschutzmasken gefertigt?

Masken bestehen aus Stoff, Kunststoff, Gummi, Vlies oder Silikonkautschuk. OP-Masken schützen den Patienten vor Krankheitserregern und Infektionen, die vom Personal ausgehen können. Der Maskenträger selbst wird nicht geschützt. 

Wovon hängt die Schutzfunktion ab?

Der Schutz hängt davon ab, welche Funktion gewünscht ist. Soll der Träger oder die Umgebung geschützt werden und wovor? Es macht einen erheblichen Unterschied, ob der Schutz gegen Mikroorganismen, Partikel, Rauch oder giftige Dämpfe gerichtet sein soll. Darüber hinaus nützt der beste Mundschutz nichts, wenn die Maske nicht richtig getragen oder desinfiziert wird bzw. mit anderen Personen geteilt wird. Letzteres ist ein absolutes No-Go.

Weitere Kennzeichnungen von Atemschutzmasken!

Ist eine FFP-Maske mit „R“ gekennzeichnet, kann sie wiederverwendet werden. Schutzmasken werden, besonders wenn sie knapp sind, wiederaufbereitet. Das Filtervlies wird ausgetauscht. Der Schutzfaktor der Maske wird dann meistens eine Stufe tiefer gesetzt. Die Kennzeichnung „S“ bedeutet, dass diese Maske gegen feste Partikel und Aerosole schützt. „SL“ kennzeichnet den Schutz gegen wässrige und ölige Partikel und Aerosole. „V“ bezeichnet Masken mit Ausatemventil. Dadurch wird der Atemwiderstand reduziert.

Wie viel Schutz bietet eine Reinigung?

Stoffmasken sollten mindestens bei 60 Grad Celsius gewaschen werden. Garantiert keimfrei sind Stoffmasken aber erst bei Kochwäsche oder 90 Grad Celsius. Die Desinfektion mit einem zugelassenen Desinfektionsmittel bietet keinen 100-prozentigen Schutz. Einwegmasken sollten wirklich nur einmal verwendet werden. FFP2-Masken sollten nur nach Gebrauchsanweisung und aufgedruckter Kennzeichnung verwendet werden (R). R bedeutet, dass eine Wiederverwendung möglich ist. Gesichtsvisiere sollten mit einem Desinfektionsmittel behandelt werden, bieten aber weniger Schutz als FFP-Masken.

Fazit

FFP2-Masken eignen sich für den professionellen Einsatz und direkten Kontakt mit COVID-19 Infizierten. Für den direkten Kontakt mit Aerosolen (Bronchoskopie) sind diese Schutzmasken ungeeignet. Da Mikroorganismen hochansteckend sind, ist auch mit dem Umgang und der Handhabung der Masken Vorsicht geboten. Lieber einmal öfter nachfragen als einmal zu wenig!